Neugestaltung des Foyers im Kunsthaus Hamburg

Was sind die Möglichkeiten des Foyers einer öffentlichen Kulturinstitution? Welchen Funktionen des Kunsthauses und welchen ­Bedürfnissen anderer Akteure kann in dieser Übergangszone Raum geboten werden? 

Die Umgestaltung gliedert das Foyer in drei Bereiche. Diese lassen sich mit den Stichworten Versorgung, Aufenthalt und Freiraum beschreiben. An der Stirnseite des ­Foyers wurde durch den Einzug einer Wand Raum für die praktischen Einrichtungen geschaffen. Hinter ihr befindet sich die Garderobe, Stauraum sowie der Verkaufstresen, der als Infobereich, Kasse und Bar dient. Durch seine unverglaste Öffnung zum Foyer hin ­ähnelt er einem Kiosk – ein spielerischer Ausdruck seiner Funktion. Auf der gegenüberliegenden Foyerseite entstand links und rechts der Eingangstreppe eine zweiteilige Tribüne. Diese Struktur bietet sowohl im Alltag als auch bei Veranstaltungen vielen Personen eine angenehm informelle Sitzgelegenheit. Von der obersten Stufe aus kann sich der Blick sowohl in den Innenraum als auch auf die Umgebung des Kunsthauses richten. 

Auch die robusten Materialien Beton und Aluminum, die sonst eher im Außenraum vorkommen, definieren das Foyer als eine Art Erweiterung des Öffentlichen, die den ­Besucher einlädt sich aufzuhalten, ohne den Besuch einer Ausstellung oder gar andere Konsumpraxen zur Bedingung zu machen.

Veranstaltungen können angemeldet werden unter +49 (0)40 335 803.